Turnier – Slöpendriever-Cup der Hamburg Dodgers

Turnier - Slöpendriever-Cup der Hamburg Dodgers
Die neue Sachsenweg-Halle war am zweiten Februar-Wochenende Austragungsort des Slöpendriever-Cups, dem zweiten Indoor-Turnier der Baseball- und Softballsparte des NTSV, der Hamburg Dodgers. Diese hatten für ihr Mixed-Turnier am Samstag sowie für das Jugend-Turnier am Sonntag geladen und jeweils sieben Mannschaften aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Berlin begrüßt.

Da die Sieger des Vorjahres, die Hamburg Knights, nicht für das Mixed-Turnier gemeldet hatten, war bereits im Vorwege klar, dass es einen neuen Titelträger geben wird. Nach 27 Partien und 629 Runs traf letztendlich der Tabellenführer der Vorrunde, die Hamburg Hawks (fünf Siege, ein Unentschieden), im Finale auf die HSV Stealers / Wildcats (fünf Siege, eine Niederlage). War das erste Aufeinandertreffen des Tages noch knapp an die Hawks gegangen (15:12), so hatten diese im Finale nicht den Hauch einer Chance und gingen deutlich mit 0:21 unter. Die beiden gastgebenden Teams der Dodgers landeten auf Platz vier und fünf.

Am Sonntag gehörte die Halle dann ganz dem Nachwuchs. Wie bereits tags zuvor dominierten die Teams der Stealers und Hawks das Geschehen, wobei dieses Mal die Baseballer des HSV nach der Vorrunde die Nase vorn hatten. Die titelverteidigenden Berlin Sluggers, gegenüber dem Vorjahr deutlich verjüngt, konnten sich nicht für die Finalrunde qualifizieren und landeten letztendlich auf Platz sechs. Der NTSV-Nachwuchs, eine Woche zuvor noch Turniersieger beim Stealers-Nordcup, wurde fünfter. Das Endspiel, und auch gleich das letzte Spiel einer wieder einmal gelungenen Veranstaltung, ging nach einer spannenden Begegnung mit 17:14 an die „Buttjer“ mit der Raute.

Abgerundet wurde das Turnierwochenende durch Verkaufsstände der Baseball-Ausstatter Homer Sports und Future Sports, Tombola an beiden Tagen und ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken für Spieler, Trainer, Betreuer, Organisatoren und Besucher. Im Rahmenprogramm konnten am Samstag die jüngsten Baseballspieler beim T-Ball unter kräftigem Applaus ihr Können unter Beweis stellen. Man darf davon ausgehen, dass auch in 2009 der Slöpendriever-Cup wieder ein Wochenende lang eine Niendorfer Sporthalle füllen wird.

Um sich das Geschehen besser vorstellen zu können, hier noch der Erlebnisbericht eines Beteiligten:

„Impressionen eines Beteiligten“ oder „Die Rückkehr des A-Teams“

Mit Spannung habe ich die zweite Auflage des Slöpendriever-Cups erwartet. Nach der Mannschaftseinteilung fand ich mich im „A-Team“ der Hamburg Dodgers wieder. „A-Team“, der Name stand doch für etwas. Na klar, die vier Jungs aus dem Fernsehen, die zu Unrecht zu Verbrechern gestempelt wurden und deshalb ständig auf der Flucht vor dem US-Militär waren. Die vier Jungs, die einen nie endenden Kampf um Gerechtigkeit führten.  Das „A-Team“, die mit „Mr. T.“ eine so eindrucksvolle und imposante Erscheinung in ihren Reihen hatten, dass jede gegnerische Mannschaft bei seinem Anblick sofort vor Angst zur Salzsäule erstarren musste. Würde sein Geist unserem „A-Team“ die Kraft geben und uns bei diesem Turnier von Sieg zu Sieg eilen lassen?

Würde einer von uns, womöglich sogar ich, dazu in der Lage sein, seine Stärke am Schlag umzusetzen und den von den Umpiren geworfenen Ball in eine Umlaufbahn um den Mars zu befördern? Was für eine grandiose Vorstellung. Die Eigentümer der neuen Halle am Sachsenweg mögen mir diesen kleinen Ausflug in die unendlichen Weiten der menschlichen Phantasie verzeihen, da die tatsächliche Umsetzung dieses Vorhabens umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen zur Folge gehabt hätte.

Es sollte etwas anders kommen – das Spiel gegen die Kiel Seahawks:

Alex umpt und wirft mir den Ball zu. Ich hole aus, es macht „peng“ und der Ball zischt durch die Halle. Endlich ein satter Schlag, der unserem Team bei zwei Spielern auf Base inklusive meiner Wenigkeit drei Punkte auf einmal bringen könnte. Ich renne wie von der Tarantel gestochen los und werfe die Keule regelkonform in den neben Alex stehenden Kasten. Die erste Base, ein Blick: Der Ball ist noch nicht unter Kontrolle der Defense. Ich renne weiter. Die zweite Base: Immer noch freie Bahn. Die dritte Base: Immer noch freie Fahrt. Meine Teamkollegen, die vor mir auf den Bases waren, sind schon im Ziel. Weiter. Noch drei Meter, zwei Meter. Der Ball ist immer noch nicht an der Homeplate. Ich mache einen Hechtsprung und rutsche über die Homeplate. Im Ziel. Drei Runs auf einen Schlag. Jaa!! „Mr. T., ich danke Dir!“
 
Und Alex callt: „Drei Punkte ungültig!“ Ich gucke wie ein Auto. Wieso?? Die Keule ist regelwidrig aus dem Kasten gefallen. Da fliegt einem doch „der Draht aus der Mütze“. Es stellt sich jedoch bald heraus, dass wir dieses Spiel trotzdem gewonnen haben. Am Ende erreichen wir den fünften Platz und es hat mir und allen anderen auch viel Spaß gemacht.

Das war es für heute.

Euer Jürgen # 62

Comments
  1. Maik sagt:

    Ich war regelrecht am Bildschirm gefesselt, als ich den Worten von Jürgen folgte. Seine Ausführungen unterstreichen die Impressionen, die man von den zahlreichen Bildern erlangt. Alles sieht nach einem rundum gelungenen Wochenende im Zeichen des Korkballs aus. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute den Organisatoren.

    LG Maik

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